Urteil auf der Webseite von Savonarola.org

Urteil auf der Webseite von Savonarola.org von Michael Burat. Amtsgericht Hanau19.05.2012 – ( KOD )
 
Auf der Webseite von Michael Burat (laut Impressum Herr Michael Burat) savonarola.org wird ein Urteil veröffentlicht

AG Hanau bejaht den Vertragsschluss bei Content4U

Was mir beim Durchlesen der Urteilsbegründung auffällt ist, dass der Aussage des Angeklagten Beklagten

[..]Der Beklagte bringt vor, er habe die Daten zwar eingegeben, die Webseite dann jedoch wieder geschlossen und den Anmeldebutton nicht betätigt [..]Quelle:

kein Glauben geschenkt wird.
 
Weiter ist zu lesen:

[..]Die Übertragung an die Zedentin kann eben das nicht erklären. Das wäre vielmehr tatsächlich nur dann möglich, wenn, wie die Beklagte vorträgt, die Zedentin sich diese Manipulation angeeignet hätte. [..] wie etwas das Reagieren der Anitvirensoftware, da eine solche manipulierte Datenübertragung von Heim-PC auf den Server idR. durch Verwendung eines Trojaners erfolgen müssen.[..]Quelle:

 
Zu Zedentin weiter unten meine Nachfrage.
 
Da dieses Urteil wahrscheinlich nicht durch IT-Spezialisten geschrieben wurde, ist eine gewisse Nachsicht angebracht. Aber andererseits wurde hier ein Urteil gesprochen und meiner Meinung nach ein Beklagter um sein Geld und Recht gebracht. Seine Aussage: «Er habe den Bestätigungsbutton nicht angeklickt» findet, so wie ich das sehe, nicht die gebotene Würdigung.
 
Mir ist aber auch klar, dass es sich um eine Schutzbehauptung handeln könnte.
 
Was dann allerdings im Urteil weiter steht lassen einem schon die Haare zu Berge stehen. Alleine der Hinweis auf einen Virenscanner ist schon recht Abenteuerlich. Klingt zwar gut. Das wäre es aber auch schon.
 
Ist man vom Gericht (wenn man glänzen will) auch einmal dem naheliegendsten nachgegangen? Hat man dann einmal untersuch ob nicht doch eine Manipulation vorliegen könnte?
 
Hat man die Webseite z.B. einmal danach untersucht ob z.B. ein sogenanntes AJAX-Framework (z.B. prototype.js, jQuery) eingesetzt wird. Wie es damit möglich ist, auch OHNE Betätigung eines Absendebuttons/Bestätigungsbutton Daten an den Server zu übertragen zeigt ein kleines Beispiel. Siehe: Nicht richtig Herr Rechtsanwalt Olaf Tank“
 
Mit diesem Framework KÖNNTE man das vorgenannte Beispiel realisieren. Das Framework kann auch (und ausschließlich) dazu genutzt werden um bestimmte Bildschirmbereiche nachzuladen damit die Netzlast gering gehalten wird. Es ist NICHT gesagt, dass alle Funktionen/Möglichkeiten eines Framwork auch genutzt werden/wurden. Welche Funktionen das im Einzelnen waren kann man NUR feststellen wenn man die Scripte, die zu dem entsprechenden Zeitpunkt im Einsatz waren, analysiert.
 
Hat man sich die Scripte zur Verfügung stellen lassen die zum Zeitpunkt, als der Kläger die Webseite genutzt hat, aktuell waren? Wohl kaum, wie schon in einem Kommentar ein Rechtsanwalt bedauert,

Die Frage ist simpel zu beantworten: es gibt keine Fristen zur Aufbewahrung von Software für die Erstellung/den Betrieb von Webseiten. Somit geht Ihr Beweisversuch ins Leere. Siehe hier

 
Um zu verstehen was da weiter in dem Urteil aufgeführt ist, muss man wohl Rechtsanwalt sein. Der Beklagte hat sich, so wie er sagt, nicht angemeldet. Warum soll er von einem Widerspruchsrecht Gebrauch machen? Er hat doch nichts zu widersprechen! Verstehe ich nicht. Hätte er widersprochen käme dann bestimmt: «Wenn Sie sich nicht angemeldet haben warum haben Sie dann widersprochen? Waren Sie unsicher?»
 
Der ganze Text mit den Kostenhinweisen sowie die Hinweise auf andere Urteile kann man meiner Meinung nach in die Tonne treten. Der Beklagte hat evtl. den Preishinweis gesehen und hat daraufhin die Anmeldung abgebrochen. Also, was soll der ganze Text? In der Schule würde man sagen „Thema verfehlt“
 
Warum der Richter so über seine Kollege herzieht mag sein Geheimnis bleiben.
 
Nachfrage
Da ich in diesem Urteil das Wort Zedentin nicht einordnen kann, habe ich das Internet gefragt.

Vorliegend handelt es sich um einen Werklieferungsvertrag, nicht um einen Kaufvertrag, da sich die Zedentin verpflichtet hatte, die Schuhe nach den Angaben der Bekl. aus von der Zedentin zu beschaffendem Stoffe herzustellen.( Quelle: mydict.com )

Verstehe ich das richtig? Wird da ein Werksvertrag/Werkslieferungsvertrag geschlossen?
 
Siehe auch: Fabian (11) soll für Abo-Falle zahlen.
 


Zum Nachlesen. Zum Nachdenken.
Abofallen und Inkasso

Zum Nachlesen. Zum Nachdenken. Abzocker, Inkasso und Abofallen27.12.2011 – ( KOD )
 
Ein Gericht stellt fest.

LG Berlin, Urt. v. 08.02.2011 – 15 O 268/10

[..]Hinzu kommt, dass der Fließtext keine Zahl erkennen lässt, weil der Monatspreis als Wort „acht” ausgeschrieben ist und deshalb beim flüchtigen Lesen des Textes schnell untergeht. Der Verbraucher ist daran gewohnt, Preise in Ziffern angegeben zu finden, so dass er eine Angabe wie „8,00 €“ (oder richtig: „96,00 €“) wesentlich eher bemerken würde, aber dort, wo er beim Überfliegen eines Texts keine als Ziffer geschriebene Zahl sieht, nicht mit einer Preisangabe rechnet. Ob es ausreichen würde, den Preis dort als Ziffer anzugeben, ist hier nicht zu entscheiden, weil es nicht die Aufgabe des Gerichts ist, die Beklagte über mögliche Wege aus dem Verbotsbereich zu beraten.
 
Dass hinter dem Wort „Mehrwertsteuer“ in dem Fließtext zwei Sternchen stehen und diese am Ende der Seite durch einen in verkleinerter Schrift mit einem Hinweis auf den Betrag von 96,00 € aufgelöst werden, reicht ebenfalls nicht aus. Eine Preisangabe ist nicht gut wahrnehmbar und ohne Weiteres erkennbar, wenn sie erst unter der Schaltfläche, die den Vorgang auf der Anmeldeseite erkennbar abschließen soll, in einem Sternchenhinweis und dazu noch in kleinerer Schrift gemacht wird. Um den Sternchen zu folgen, müsste der Verbraucher zunächst den grau hinterlegten Fließtext genau

Ob das Urteil rechtskräftig ist kann ich nicht sagen.
 
 
Wenn Sie den Ausschnitt hier gelesen haben sehen Sie sich einmal die Gestaltung der Seiten:
 
http://drive2u.de/index/register bzw. http://live2gether.de/register/start
 
an. Hier können Sie erkennen was bei den Ausführungen des Gerichts mit „der Fließtext keine Zahl erkennen lässt“ gemeint ist.
 
Zu Sternchenhinweise

[.]Fließtext zwei Sternchen stehen und diese am Ende der Seite durch einen in verkleinerter Schrift mit einem Hinweis auf den Betrag von 96,00 € aufgelöst werden, reicht ebenfalls nicht aus.[..] Quelle: Siehe weiter oben.

Ein Beispiel was damit (Fließtext zwei Sternchen) gemeint ist können Sie bespielsweise auch auf den o.g. Webseiten erkennen.
 
Zu Sternchentext siehe: Webseiten mit Sternchentext. Geläufige Methode der Abzockerseiten
 
 
Deutscher Bundestag im Dezember 2011 zu Abzocker und Abofallen
Mechthild Heil am 15.12.2011 im Deutschen Bundestag zu Abofallen.

[..]Klar ist: Schon heute müsste der Verbraucher meist nicht zahlen, weil kein rechtmäßiger Vertrag zustande gekommen ist. Aber wer weiß das schon? .[..]Quelle: bundestag.de

 
Wenn man nicht widerrufen habt muss dann gezahlt werden? Jein. Sind Sie auf eine Abofalle reingefallen wären wir, wie Frau Heil sagt bei: „kein rechtmäßiger Vertrag zustande gekommen ist. “ Wo kein Vertrag existiert braucht auch nicht widerrufen zu werden. Lassen Sie aber Ihren speziellen Fall von einem Rechtsanwalt begutachten. Siehe hierzu auch: Abofalle im Internet. kanzlei-hollweck.de
 
Frau Kerstin Tack am 15. 12.2011 im Deutschen Bundestag zu Inkasso.

[..]Die Inkassounternehmen, die mit ihren Methoden dazu beitragen, dass die Kosten der Verbraucher noch um ein Vielfaches steigen, sind die andere Seite derselben Medaille. Die Inkassounternehmen verhalten sich teilweise wie im Wilden Westen und bewegen sich
– darin sind wir alle uns hier sehr einig – jenseits von Gut und Böse.[..]Quelle: bundestag.de

 
 
Siehe auch:
» Inkasso. Schlagen Forderungen noch vor 2012 ein?
» Bundestag, Abofallen, Inkasso und die heiligen drei Könige.
» Der gesamten Abzockerbande ein beschissenes Weihnachtsfest
 
Das Internet aus Sicht von Michael Burat
» Suchergebnis bei Google. Es wurde nach dem im Impressum angegebenen Verantwortlichen des Blogs Savonarola.org, Michael Burat, gesucht. Im Blog von Michael Burat wird über seine ganz spezielle Sichtweise zum Internet und Internetrecht berichtet.