Rödermark .
Kern-Kandidatur: Rettungsanker der AL?

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Rödermark . Kern-Kandidatur: Rettungsanker der AL? Bürgermeisterwahl.2.11.2016 – ( KOD )

 

[..]So bleibt als letzter – vorerst ­gedanklich aufschimmernder – Rettungsanker folgender Schachzug: Amtsinhaber Kern, der sich eigentlich im Juni 2017 nach dann zwölfjähriger Dienstzeit im Rathaus in den Ruhestand verabschieden wollte, überlegt es sich anders und tritt noch einmal an. Das von der Landesregierung mittlerweile geänderte Gesetz, dass keine Altersbeschränkungen mehr vorsieht, was den Bürgermeis­terposten anbelangt (keine Obergrenze), böte Kern, der am Donnerstag dieser Woche seinen 69. Geburtstag feiert, just diese Gelegenheit.[..]
Und weiter
[..]Deren führende Köpfe müssen zur Kenntnis nehmen: Die ­Union setzt auf das Duo Helfmann/Rotter und hat das Szenario „Partnerwechsel im Parlament“ als Option im Hinterkopf. FDP und Freie Wähler, die die AL im Verbund als Koalitionspartner ablösen könnten, wären vermutlich personell „billig zu haben“. Sprich: Sie würden nicht auf hauptamtliche Magistratsposten pochen. Inhaltlich funken die Christdemokraten und die beiden „F-Fraktionen“ beim Thema „Gewerbe-Neuansiedlungen im großen Stil“, das sich Helfmann auf die Fahne geschrieben hat, ohnehin auf einer Wellenlänge.[..]
Quelle: Dreieich Zeitung

Die Dreieich Zeitung schreibt das, was nach dem Rücktritt von Karl Schäfer von vielen gedanklich durchgespielt wurde. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich möchte keinen 69-jährigen Bürgermeister haben. Erfahrung hin, Erfahrung her. Frischen Wind wird ein im Rentenalter befindlicher Bürgermeister sicherlich nicht in die Amtsstuben bringen. Und denken Sie daran, wenn er dann seine dritte Amtszeit auch ordentlich beendet und nicht nur als „Rettungsanker“ benutzt wird, ist Herr Kern knapp 76.

 
Siehe auch
Zusammenfassung Bürgermeisterwahl 2017 in Rödermark.
 
 

7 Replies to “
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Kern-Kandidatur: Rettungsanker der AL?”

  1. Normalerweise sind die Analysen und politischen Bewertungen in der Dreieich Zeitung sehr treffend und auf den Punkt gebracht. Diese völlig abwegige Ausführung:

    „(…) FDP und Freie Wähler, die die AL im Verbund als Koalitionspartner ablösen könnten, wären vermutlich personell „billig zu haben“. Sprich: Sie würden nicht auf hauptamtliche Magistratsposten pochen. Inhaltlich funken die Christdemokraten und die beiden „F-Fraktionen“ beim Thema „Gewerbe-Neuansiedlungen im großen Stil“ (…) ohnehin auf einer Wellenlänge. (…)“

    läßt mich jedoch mit ungläubigem Entsetzen zurück. Wer kommt auf so eine absurde Idee und schreibt sie sogar noch nieder? Ich bin mir sehr sicher, dass ich hier für die Kollegen der Freien Wähler ebenso sprechen kann, wenn ich ganz klar feststelle, dass gewiß keine der „F-Fraktionen“, die zusammen seit der Kommunalwahl im März 2016 immerhin 20% der Wähler/-innen repräsentieren, „billig zu haben sein wird“. Wer hierauf ernsthaft spekuliert, hat aber sprichwörtlich die Rechnung ohne den Wirt gemacht …

  2. FALSCH Tobias. Eindeutiger Beweis war die unnötige Erweiterung des Magsitrats. Hier ging es alleinig um Posten.

  3. Sollte der Bürgermeister weiter machen wollen, dann freue ich mich schon sehr auf Haushaltsreden in Reimform!

  4. @Gaertner
    Wenn der Super-GAU eintreten sollte, kann ich mir das sehr gut vorstellen. Evtl. muss man sich dann für die entsprechenden Stadtverordnetenversammlungen Eintrittskarten kaufen.

  5. @Bernd Benemann
    Ja, ja Bernd. Für mich auch ein dunkles Kapitel in der Geschichte der FDP und der Freien Wähler. Allerdings hatte das auch etwas Gutes. Das aber nur per Telefon.

  6. Lieber Bernd Benemann, mit diesem Kommentar liegst Du leider komplett neben der Realität. Wir haben nach der Wahl 2016 lediglich den Magistrat der neuen politischen Situation angepasst, weil CDU und Grüne durch taktische Spielchen („Listenverbindung“) sonst einen absolut unausgewogenen Magistrat zusammengewählt hätten. Hierüber kann man natürlich geteilter Meinung sein und sich trefflich streiten. ABER sehr gerne gebe ich Dir bei dieser Gelegenheit ein Beispiel für eine echte, unnötige Postenschacherei – aus Rödermark und gar nicht lange her:

    2010 beendete die CDU die bis dato seit 2006 laufende Koalition mit der FDP und hat sich dann zum Machterhalt schnell die SPD in Boot geholt. Nicht einmal als Koalition, sondern lediglich als „Kooperation“. Dafür hat man 1 Jahr vor der nächsten regulären Kommunalwahl (die 2011 war) den Magistrat personell aufgebläht, um der SPD noch schnell für wenige Monate einen ehrenamtlichen Stadtrat zukommen zu lassen – das ist ein schönes Beispiel dafür, wie man jemanden (ob „billig“ oder nicht möge jede/jeder für sich entscheiden) einkauft. Und warum? Weil die SPD es 2006 aus 100% eigenem Versäumnis verpennt bzw. vergeigt hat, bei der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vollzählig anwesend zu sein, um dann aus eigener Kraft einen ehrenamtlichen Stadtrat zu wählen. Das war nun wirklich, 1 Jahr vor der nächsten Wahl nach bereits 4 Jahren laufende Wahlperiode, eine Paradebeispiel für eine unnötige Erweiterung des Magistrates allein wegen eines Pöstchens …

    Daher, lieber Bernd, meine Bitte für die Zukunft: Bevor Du etwas unreflektiert nachbetest (sorry, konnte ich mir gerade nicht verkneifen) – frag‘ mich gerne jederzeit …

  7. @Bernd Benemann
    Tja Bernd so ist es. Es gibt in Rödermark nur eine Handvoll aktive Stadtverordnete die auf Sachverhalte aus der Vergangenheit derart präzise antworten können. Herr Kruger gehört zu dieser Handvoll.
    Natürlich ist in allem eine Spur eigener Betrachtungsweise dabei.

    Sein Angebot *** Daher, lieber Bernd, meine Bitte für die Zukunft: Bevor Du etwas unreflektiert nachbetest – frag‘ mich gerne jederzeit …***
    kannst Du bedenkenlos annehmen.

    Natürlich hätte Herr Kruger auch mich rügen können. Er kennt aber meine Meinung zu diesem Thema sehr genau und weiß, er würde sich bei mir die Zähne ausbeißen.

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