Geschichte aus dem Leben.

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Geschichte aus dem Leben.10.04.2013 – ( KOD )
 
Geschichten die das Leben schreibt.
 
 
Man hat von einiger Zeit in der Zeitung eine gutdotierte Stellenausschreibung gefunden. Da man ein gut ausgebildeter Dipl.-Kaufmann auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung ist, hat man sich für diese Stellenausschreibung interessiert.
 
Als ernsthafter Interessent will man natürlich etwas von seinem evtl. künftigen Arbeitgeber in Erfahrung bringen.
 
Man recherchiert gewissenhaft und stellt dann für sich fest:
 
»Finanzen. Der künftige Arbeitgeber hat extreme finanzielle Probleme die gelöst werden müssen. Das Unternehmen soll in den kommenden Jahren keine neue Schulden aufnehmen.
»Personal. Im Personalbereich sollen freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt werden.
»Organisation. Der Arbeitsanfall, der durch die nicht mehr besetzten Stellen anfällt, muss umorganisiert werden.
»Einsatz. Der Geschäftsführer braucht einen exzellenten Mitarbeiter für die Bewältigung des unglaublich hohen Arbeitsaufwand für die nächsten Jahre. Bedingt durch das hohe Monatsgehalt muss (entgeltfreie) Mehrarbeit geleistet werden.
»Qualifikation. Bedingt durch die vertraglich eingegangenen Verpflichtungen im Finanzbereich steht für eine Anlernzeit kaum Zeit zur Verfügung. Der neue Arbeitgeber muss unbedingt einen absoluten Fachmann für die o.g. Aufgaben einstellen.
 
Genau das ist der bisherige Job. Krisenmanagement ist kein Fremdwort. Organisation hat man schon mit der Muttermilch aufgesogen. Personalführung war der Einstieg in das mittlere Management. Entsprechende Referenzen werden vorgelegt.
 
Man schreibt eine ausführliche Bewerbung und sendet guten Mutes 10 Tage vor Abgabeschluss die Bewerbung ab. Innerhalb eines Monats wird man dann wohl von diesem Arbeitgeber etwas hören und bestimmt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
 
Pustekuchen. Nicht von dem angedachten zukünftigen Arbeitgeber bekommt man eine Absage. Nein, aus der Presse. Hier wird lapidar mitgeteilt: „Man hat sich für einen bestimmten Bewerber entschieden.“ Das ist natürlich ganz schlechter Stil.
 
Der Abgabetermin für die Bewerbung ist ein Donnerstag. 2 Arbeitstage später hat man sich schon für einen anderen Mitbewerber entschieden der jetzt der Personalabteilung zur Einstellung vorgeschlagen wird. 2 Tage Zeit hat man sich genommen um eine hochdotierte Stelle mit Anspruch auf eine fette Firmenrente zu besetzen.
 
Kannte man schon vor der Stellenausschreibung den kommenden Mitarbeiter? Wurde der Job überhaupt nach der vom Geschätfsführer geforderten Qualifikation ausgewählt? Konnten Machthaber in dieser Firma die Wünsche des Geschäftsführers aushebeln und einen Vetter auf diesen gutbezahlten Job befördern?
Jedenfalls könnte so die Vermutung sein.
 
Wenn die Geschichte so stimmen sollte, wäre das eine Veräppelung der ganz miesen Art. Es werden Hoffnung eines Menschen auf einen neuen Arbeitsplatz geweckt und dann so abgebügelt.
 
Pfui Deibel könnte man sagen wenn diese Geschichte stimmen würde.
 
 

2 Replies to “
Geschichte aus dem Leben.”

  1. Hallo zusammen,

    so eine Geschichte ist mir auch schon zu Ohren gekommen. Man braucht nicht weit suchen, Rödermark ist ein Paradebeispiel dafür, wie „Schmierenkömödien“ ablaufen. Warum man einen Ausschuß noch damit bemüht und bei Bewerbern Hoffnungen weckt, erschließt sich mir nicht. Ich wünsche allen Bewerbern, die von Beginn an schon chancenlos waren, viel Erfolg bei der weiteren Suche. Unserem neuen Stadtrat wünsche ich extrem viel Gegenwind und Aufgaben, an den er sich messen lassen kann in der Hoffnung viele Bauchlandungen hinzulegen aus denen er lernern kann.
    Pfui Deibel ist hier noch harmlos, mir schwirren ganz andere Ausdrücke im Kopf herum!

  2. Ja ja. .das Leben ist schon seltsam….da wird für manch einen ein Märchen wahr….und ich bezahle IHM es noch…aber in jeden Märchen kommt immer am Ende eine moralische Zusammenfassung…..und die Moral von der Geschichte ist, dass hoffentlich dieser Schuss genau wie vielen anderen Schüsse ( Beschlüsse…u.a. BAHNHOF) nicht für viele nach hinten los geht..

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